Wie Zuhören Konzentration fördert

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die gut zuhören können, sich besser ausdrücken, besser lernen und ihren Mitmenschen gegenüber respektvoller sind – doch wie lernen wir eigentlich Zuhören?

Da die Konzentration beim Erreichen von Quali, Mittlerer Reife oder Abitur eine große Rolle spielen, ist das Campus van Geister Bildungsinstitut dieser Frage nachgegangen.

„Aktives Zuhören ist die Grundlage für erfolgreiche Kommunikation“, sagt Elisabeth Utz von der Stiftung Zuhören. „Für die Gestaltung des Zusammenlebens mit anderen ist Zuhören eine notwendige Voraussetzung. Um die Fähigkeit des aktiven Zuhörens zu erlernen, braucht es jedoch Zeit. Man muss sich auf sein Gegenüber konzentrieren und in der Lage sein, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.“

Obwohl die Bedeutung des Zuhörens für das soziale Miteinander und für den Wissenserwerb völlig unstrittig ist, wird das Erlernen dieser Kompetenz zu wenig gefördert. „Viele setzen es als selbstverständlich voraus, dass man zuhören kann“, so Utz. „Dabei sollte man Zuhören nicht mit dem einfachen Hören gleichsetzen.“

Die beiden Fähigkeiten unterscheiden sich nämlich grundlegend voneinander: „Zuhören ist etwas Aktives. Wir müssen mit dem, was wir hören, eine Bedeutung verknüpfen. Das ist die Voraussetzung dafür, zu verstehen, wie es einer anderen Person geht.“

Aber auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Zuviel Unruhe z.B. im Klassenzimmer führt bei Schülern zu Informationsverlusten, weil einzelne Wörter im Hintergrundrauschen untergehen. Dem trägt das Campus van Geister Rechnung, indem pro Klasse max. 15 Schüler/innen unterrichtet werden.

Dies schafft eine positive Lernatmosphäre und ein angstfreies Klima, das sich positiv auf das „Zuhörverhalten“ und das Erreichen der Schulabschlüsse auswirkt: Quali, Mittlere Reife oder Abitur kommen so in greifbare Nähe.

„Eine gute Übung, um zentrale Inhalte aus Gesprächen aufzunehmen, ist das Vorlesen“, erklärt Christoph Bungard. Der Online-Redakteur und Diplom-Übersetzer ist von Geburt an blind und deshalb noch mehr als sehende Menschen auf seinen Hörsinn angewiesen: „Hilfreich ist es, unterschiedlichen Personen zuzuhören, sodass man lernt, sich auf unterschiedliche Stimmen einzustellen.“

Das geht zum Beispiel sehr gut mit Hörbüchern oder Hörspielen, die etwa während einer langen Zugfahrt zum Einsatz kommen können. „Man muss dabei sehr konzentriert zuhören, um der Handlung zu folgen“, so Bungard. „Je öfter man das macht, desto leichter fällt es einem, auch über längere Zeit die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten.“

Zuhören schafft Verbindungen, Vertrauen und ebnet Wege, die ausgebaut werden können. Das gilt besonders für unsere freiheitlich-demokratische und postmoderne Gesellschaft, in der nicht alle Ziele vorgegeben sind. Aber gemeinsame Ziele und Wege zu ihrer Verwirklichung lassen sich nur entdecken, wenn Menschen aufeinander eingehen, aufgeschlossen füreinander sind und voneinander lernen wollen. Es gilt: „Nur wer zuhört, kann mitreden.“ Und nur wo man sich zuhört, gibt es gemeinsame Ziele.

Wir – das Campus van Geister – hat das verstanden!

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